Programmdetails zum HERMES Frühlings-Forum 2021

Ausblick zu HERMES

André Bürki, Verantwortlicher HERMES-Methode, Bundeskanzlei BK, Digitale Transformation und IKT Lenkung

Stand und weitere Entwicklung von HERMES

Die Entwicklung von HERMES schreitet weiter voran. André Bürki informiert aus erster Hand über den Stand und die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung von HERMES. Die Aktualität ist dank der direkten Information von André Bürki gegeben.

Selbstorganisation und agile Methoden im Projektmanagement

Alexander Mestre, Projektmanagement-Berater und Verantwortlicher BKI Weiterbildungen; Corinne Staub, Consultant in Digital Leadership und Selbstorganisation; Kinga Zumpf, Trainerin für Projektmanagement und agile Methoden, BKI AG

Selbstorganisation und agile Methoden im Projektmanagement. Wie passt das zu HERMES?

Modernes Projektmanagement setzt situativ die geeigneten Methoden und Prozesse für die Lösungsentwicklung und die Teamorganisation ein. In bestimmten Situationen haben sich agile Methoden und selbstorganisierte oder selbst-managed Teams bewährt, um die Komplexität besser beherrschbar zu machen. Besonders in der Produktentwicklung haben sich Prozess-Frameworks wie SCRUM oder SAFe etabliert. Die Erfahrung zeigt, dass bei der Integration in die Organisation oder in die Projektwelt bedeutende Herausforderungen bestehen. Auch bei ausgeprägtem agilem Mindset stellt sich die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern optimal ausgestaltet wird, wo die Grenzen der Selbstorganisation erreicht sind und wer welche Entscheide treffen muss.

HERMES zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass verschiedene Prozesse für die agile Entwicklung integriert werden können. Die ReferentInnen befassen sich mit dem Zusammenspiel der Methoden und den verschiedenen Arten der  Teamorganisation.

Dezentrale Autonome Organisation

Michael Lustenberger & Florian Spychiger, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Institute für Unternehmensentwicklung, ZHAW, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, School of Management and Law

In Zukunft werden Objekte sich dezentral selbst organisieren

Als mit Bitcoin die Blockchain-Technologie entwickelt und in einer ersten erfolgreichen Anwendung umgesetzt wurde, ging schnell die Meinung um die Welt, dass dies nach dem Internet die nächste grosse technische Revolution bringe. Bewahrheitet hat sich das nicht – noch nicht! Denn hinter den ‘simplen’ Kryptowährung-Anwendungen liegt ein Potenzial verborgen, dass nicht primär eine technische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Revolution bedeutet.

Michael Lustenberger und Florian Spychiger von der ZHAW Fachgruppe Organizational Design und Prozesse des Instituts für Unternehmensentwicklung befassen sich seit längerem mit der Idee von blockchain-basierten Kollaborationsdesigns. In ihrem Vortrag wagen die beiden Blockchain-Forscher einen Blick in eine Zukunft, in der selbst Objekte sich dezentral organisieren und verwalten können und für das Projektmanagement ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden.

Programm Nationale Datenbewirtschaftung NaDB

Manuela, Lenk, Vizedirektorin, Abteilungsleiterin Interoperabilität und Register, Programmleiterin NaDB, Bundesamt für Statistik BFS

Interoperabilität von Daten als Basis fürdie Umsetzung des "Once-Only"-Prinzips

Der Bundesrat will die Datenbewirtschaftung der öffentlichen Hand durch die Mehrfachnutzung von Daten einfacher und effizienter machen: Personen und Unternehmen sollen den Behörden bestimmte Angaben nur noch einmal melden müssen. Dazu hat er an seiner Sitzung im September 2019 dem Bundesamt für Statistik den Auftrag für die Umsetzung gegeben. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Programms Nationale Datenbewirtschaftung NaDB (www.nadb.ch), welches aus neun Projekten besteht. Damit werden die Grundlagen für die Umsetzung des sogenannten «Once-Only»-Prinzips geschaffen. Das Programm und die Fachprojekte werden nach HERMES umgesetzt, die technische Umsetzung von NaDB erfolgt nach SAFe mit einem Agile Release Train und sieben agilen Teams.

Manuela Lenk, als Programmleiterin Nationale Datenbewirtschaftung, stellt das Programm und die strategische Bedeutung der Interoperabilität von Daten vor und berichtet über die Erfahrungen und Erkenntnisse beim Umsetzen der fachlichen und technischen Vorhaben.

Vorstellung des Programms E-GOV UVEK

Daniel Krebs, Leiter Digital Services und Delegierter Programmauftraggeber E-GOV UVEK, Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation und René Vaucher, Service Owner E-GOV UVEK in den Digital Services UVEK 

Praktische Anwendung von HERMES und SCRUM mit mehreren Umsetzungspartnern im Programm E-GOV UVEK als Teil der Umsetzung der e-Government- und Digitalisierungsstrategie der Bundesverwaltung im UVEK. 

Mit dem Programm E-GOV UVEK stellt das Generalsekretariat des UVEK zusammen mit den Pionierämtern BAFU (Bundesamt für Umwelt) und BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) eine integrierte und umfassende Plattform - und Geschäftsverwaltungslösung für E-Government Geschäfte zur Verfügung. Die Geschäftspartner verfügen damit erstmals über einen einheitlichen Zugang zu einer Vielzahl von e-Government Services der Ämter des UVEK. Bereits 2021 werden die ersten Leistungen produktiv abgewickelt werden können. Der Betrieb und die Weiterentwicklung werden in der Stammorganisation Digital Services UVEK sichergestellt. Weitere Digitalisierungsprojekte der Ämter werden zielgerichtet mit der neuen Lösung und agilem Vorgehen umgesetzt werden.

Daniel Krebs und René Vaucher informieren über die Strategie, die Ziele und Lösung und wie HERMES und SCRUM auf Programm- und Projektebene zur Steuerung, Führung und Entwicklung der Lösung eingesetzt werden.

Abschluss

Dr. Patrick Lehner, ZHAW School of Management and Law, wird den Anlass abschliessen.

Moderation

Das HERMES Frühlings-Forum wird durch Bernhard Kruschitz, Geschäftsführer der BKI AG moderiert. Bernhard Kruschitz ist unter anderem Co-Autor HERMES 5, Projektmanagement-Trainer und begleitet Programme und Projekte als Qualitäts- und Risikomanager.